Sozialpolitik

Mehr Verantwortung und mehr Anforderungen

Mehr Verantwortung und mehr Anforderungen

Die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst erbringen wertvolle und für unsere Gesellschaft unverzichtbare Dienstleistungen. Dies gilt für alle Berufsgruppen: Erzieher/innen, Kinderpfleger/innen, Sozialassistenten/innen, Sozialarbeiter/innen, Sozialpädagogen/innen, Heilerziehungspfleger/innen, Fachkräfte für Arbeits- und Berufsförderung, Heilpädagogen/innen.

Sie sorgen für die Wahrung und Realisierung der Grundrechte von Kindern, Eltern und Menschen mit besonderem Hilfebedarf. Zum Beispiel bei der frühkindlichen Bildung, der Wahrung des Kindeswohls oder der Ermöglichung eines menschenwürdegerechten Lebens für Menschen mit Behinderung. Sie setzen an zentraler Stelle die gesamtgesellschaftliche Aufgabe der Integration von Menschen mit Behinderung, Zuwanderern oder Flüchtlingen um.

Die gestiegene Bedeutung des Sozial- und Erziehungsdienstes geht einher mit einer gestiegenen Verantwortung und gestiegenen Anforderungen an Qualifikation und Ausbildung der Beschäftigten. Aber die aktuellen Arbeitsbedingungen werden diesem Auftrag nicht gerecht.

Viele Beschäftigten müssen Nebenjobs ausüben, um ihre Existenz sichern zu können. Bei vielen Kollegen/innen (insbesondere bei Teilzeitbeschäftigten) ist Altersarmut quasi vorprogrammiert.

Für die Betroffenen und für unsere Gesellschaft ist das ein unhaltbarer Zustand. Wir treten an, um diese Zustände gemeinsam zu ändern.