Soziale Berufe aufwerten

Wir machen weiter

Wir machen weiter

ver.di setzt sich auf breiter Ebene für die Aufwertung im Sozial- und Erziehungsdienst ein und bleibt hartnäckig.
Die Aufwertung von so genannten Frauenberufen insbesondere im Sozial- und Erziehungsdienst ist seit den 1980er-Jahren ein wichtiges Ziel der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di.
Konkret geht es dabei um die tarifrechtliche Aufwertung dieser Berufe, also die Anhebung der Einkommen sowie die gesellschaftspolitische Aufwertung und damit sowohl die Anerkennung der bedeutenden Leistungen für die Gesellschaft als auch die Schaffung entsprechender Rahmenbedingungen für Leistungen im Bereich Bildung und Soziales.

Beim Kampf um bessere gesetzliche Rahmenbedingungen ist ver.di immer dabei. Mit massiven Tarifkämpfen in den Jahren 2009 und 2015 haben wir die materielle Aufwertung der Sozialen Arbeit zum Thema gemacht - in einer Zeit, in der die Arbeitgeber eigentlich Verschlechterungen durchsetzen wollten. Uns ist es dadurch nicht nur gelungen, Verschlechterungen zu verhindern, sondern auch, viele Verbesserungen bei den Tätigkeitsbewertungen und im Bereich des betrieblichen Gesundheitsschutzes durchzusetzen.

Wichtige Rahmenbedingungen für die Arbeit in Kindertageseinrichtungen werden durch Landesgesetze bestimmt. In der Regel bestimmen die Kita- Gesetze die Fachkräfteschlüssel beziehungsweise die Fachkraft-Kind-Relation. Vor- und Nachbereitungszeiten werden darüber ebenso geregelt wie Leitungsbereitstellung und Leitungsfreistellungen. Dazu kommen die Regelungen zur Finanzierung der Kindertagesstätten aller Träger.

Auf Bundesebene sind die Rechtsansprüche der Adressatinnen (Kinder, Jugendliche und Eltern) unserer Arbeit im SGB VIII bestimmt. Es enthält auch bedeutende Vorschriften zu den Leistungsprozessen und damit Anforderungen an die Verwaltungen, Dienste und Einrichtungen. ver.di nimmt an der Ausgestaltung und Weiterentwicklung dieser Regelungen teil und hat 2017 dazu beigetragen, dass Regelungen nicht in Kraft gesetzt wurden, welche die Leistungsqualität nach Haushaltslage abgesichert hätten.

Unsere Forderungen nach Fallzahlbegrenzung im ASD und nach Unterstützung der Fachkräfte durch Beratung und Supervision bringen wir ebenfalls ein.

Wir nehmen, zum Teil in großen gesellschaftlichen Bündnissen, an den Auseinandersetzungen um diese rechtlichen Grundlagen teil. Wir bringen unsere Forderungen ein und versuchen mit Kundgebungen und anderen Aktionen die Politik zu Zugeständnissen im Sinne besserer Arbeitsbedingungen zu bewegen.

Mit all diesen öffentlichen Auseinandersetzungen haben wir dazu beigetragen, dass in der Öffentlichkeit die Bedeutung der Leistungen im Sozial- und Erziehungsdienst stärker wahrgenommen und dass die bestehenden Probleme bekannt werden.

Wir haben ein öffentliches Bewusstsein für die hohen Anforderungen und die enorme Belastung in diesem Arbeitsfeld geweckt.

Alle, die aktiv dabei waren, haben die Erfahrung gemacht: Zusammen können wir unsere Arbeitsbedingungen und damit auch die Leistungen für die Menschen verbessern.

Die Aufwertung  muss von verschiedenen Seiten angepackt werden. Es ist ganz klar: Wir machen weiter!

Für uns bedeutet das:

  • die tarifpolitischen Verbesserung von Arbeitsbedingungen müssen ausgeschöpft, auf alle Träger ausgeweitet und weiter entwickelt werden,
  • die sozialrechtlichen Rahmenbedingungen müssen, auf Bundes-  sowie auf Landesebene verbessert werden (SGB VIII, Bundeskitagesetz, Kitagesetze),
  • Aus-, Fort- und Weiterbildungskapazitäten müssen ausgebaut und inhaltlich weiterentwickelt werden,
  • und die Gesundheitsbelastungen an den Arbeitsplätzen müssen reduziert werden.